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Sonntag, 14. Oktober 2012

Mama's Schinkenbananen

Schinkenbananen mit Currysauce und Reis
Anfang des Jahres schrieb ich über Essen, was einen wohlfühlen lässt, und präsentierte das Rezept von meiner Oma Ute. 
Nun soll abermals ein Familienklassiker zum Wohlfühlen folgen: die Schinkenbananen nach dem Rezept meiner Mama.

Zutaten für 2 Personen
4 große Bananen 
4 Scheiben Kochschinken
einige Esslöffel Mehl
1 TL Paprikapulver, mild
1 EL Currypulver
1 EL Öl
1 Becher Milch
4 Zahnstocher

Als Beilage gab es bei mir Reis und süß-sauer eingelegten Kürbis (im Glas gekauft). Der Reis braucht am längsten (10-15 Min.), das Vorbereiten und Braten sind in ca. 7 min erledigt. 

  1. Reis wie im Rezept Kichererbsen-Auberginen-Curry kochen
  2. Bananen schälen, mit je einer Scheibe Schinken umwickeln und mit je einem Zahnstocher feststecken
  3. Mehl auf einem Teller mit dem Paprikapulver mischen, Schinkenbananen darin wälzen
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Schinkenbananen von allen Seiten goldbraun braten, aus der Pfanne nehmen
  5. einen gehäuften Esslöffel Mehl vom Teller nehmen und zusammen mit einem Esslöffel Currypulver in das restliche Öl geben und kurz anbraten (falls kaum noch Öl in der Pfanne ist, etwas Öl nachgießen), die Milch dazugeben und kräftig  rühren bis alle Klümpchen aufgelöst sind und fertig ist die klassische Mehlschwitze mit Curry
  6. Schinkenbananen, Reis und Sauce auf einem Teller anrichten.

Guten Appetit!

Montag, 9. April 2012

ein gerollter Osterbraten

mit Ei und Pistazien gefüllter Rollbraten
Wie auch das letzte Rezept stammt das Rezept für diesen Rollbraten aus einer Kochzeitschrift.
Hier ging es mir um die Herausforderung, so einen Giganten zu machen. Besondere Gerichte wie diesen Braten kocht man am besten zu Feiertage wie jetzt Ostern, wenn man die Zeit hat, sich etwas besonderes zu kochen. Er benötigt Zeit und ist schon etwas aufwendiger in der Herstellung, aber das Ergebnis lohnt sich!
Das Originalrezept musste ich etwas abändern, da ich keinen Spanferkelrollbraten bekommen habe, aber so wie es jetzt gelungen ist, schmeckt der Braten auch ohne Spanferkel!
Die Pistazienkerne habe ich zuerst aus der Schale gepult. Ich habe Pistazien aus der Chips- und Nuss-Abteilung verwendet, als genau solche, wie man sie auch als Snack essen kann.


Zutaten für 8 Personen
Für den Braten
2 kg Bauchfleisch mit Schwarte (vom Fleischer ganz dünn aufschneiden lassen!)
1 kg Schweinefilet, ganz
3-4 hart gekochte Eier
2 El Senf
50 gr Pistazienkerne, gesalzen
80 gr luftgetrockneten Schinken
Salz, Pfeffer
Küchengarn
Für die Sauce
800 gr Kartoffeln
200 gr Knollensellerie
1 Möhre
3 Knoblauchzehen
2 Zwiebeln
1 El Tomatenmark
2 El Olivenöl
1 l Bratenfond, im Glas zu kaufen (ersatzweise 1 l Instant-Brühe, dann aber kein weiteres Salz mehr!)
2 TL Rosmarin
3 TL Thymian
Salz, Pfeffer


Ofen auf 150°C Umluft vorheitzen! Bratzeit insg. 3,5 Std!
  1. den Braten füllen: das Bauchfleisch mit der Schwarte nach unten auf ein Brett legen, das Filet der Breite nach auf die Seite legen, unter der keine Schwarte ist, alles mit Senf bestreichen, die Eier neben das Filet legen, die Pistazien und Schinken verteilen, salzen und pfeffern
  2. jetzt zum schwierigsten Teil: das Rollen: aus einem Ende des Küchengarns eine Schlaufen binden, durch diese Schlaufe das Garn greifen und eine Art Lasso formen, an der Filetseite anfangen, den Braten aufzurollen, man braucht beide Hände, um alles zugreifen und festzuhalten, falls ein Ei während des Rollens rausrutscht, kann es später wieder in die Mitte hineingeschoben werden, den Bauch kräftig aufrollen, so dass die Schwartenseite außen ist, den Braten mit einer Hand festhalten, andere Hand nimmt das Lasso und beide Hände schieben das Lasso um ein Ende des Braten und ziehen es fest, danach den Braten mit dem Garn umwickeln, zum Schluss das Garn festknoten, zu Sicherung ein weiteres Lasso quer um den Braten wickeln. Puh, geschafft!
  3. das Braten (Teil 1): das gerollte Fleischstück in einen Bräter legen und mit 100ml Wasser mit der Schwartenseite nach oben in den vorgeheitzten Ofen legen und 30 Min. braten lassen.
  4. das Gemüse & die Sauce: während des 1. Bratens das Gemüse schälen und in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden, alles in einer großen Pfanne mit Olivenöl 5 Min kräftig anbraten, fast zum Schluss das Tomatenmark dazugeben und ebenfalls anbraten, alles mit etwas Fond oder Brühe ablöschen und die Gewürze sowie Salz und Pfeffer hinzugeben
  5. das Braten (Teil 2): nach den 30 Min das angebratene Gemüse aus der Pfanne in den Bräter rund um den Braten herum gießen und mit dem restlichen Bartenfond bedeckten, der Braten braucht jetzt noch 2,5 Std im Ofen, damit er zart und saftig wird, jede Stunde muss er gewendet werden
  6. das Braten (Teil 3): nach 2,5 Std nimmt man den Bräter aus dem Ofen und stellt das Gemüse auf dem Herd bei kleinster Flamme warm, die Temperatur im Ofen wird auf 220-250°C erhöht und der Braten wandert mit der Schwartenseite nach oben zurück aufs Backblech, um den letzten krossen Schliff zu bekommen, nach ca. 20-25 Min ist er so knusprig und kross, dass die Schwarte kracht ;-)
Die Sauce braucht man nicht mehr andicken, denn durch das mitgekochte Gemüse ist sie schön sämig und samtig.
Das Aufschneiden des Rollbratens ist genauso eine Herausforderung. Ich habe das Garn vorm Schneiden entfernt, da hätte ich besser auf das Rezept gehört, denn das Originalrezept rät, das Garn solange am Braten zu lassen, bis er in Scheiben auf dem Teller liegt. Mein Braten ist beim Schneiden sehr auseinander gefallen, was zwar den optischen Eindruck schmälert aber definitiv nicht den sensonrischen. Aber das Auge isst ja nun mal mit. Also fürs nächste Mal: das Garn bleibt dran!
Zum Schneiden muss man ein sehr scharfens Messer nehmen, weil die Schwarte so kross ist. Leider fiel mir erst hinterher ein, dass ich ein elektrisches Küchenmesser besitze. Damit hätte es bestimmt noch besser geklappt.
Überzeugt Euch selbst, dass der Aufwand sich lohnt!
die Herausforderung ist geglückt:
Rollbraten gefüllt mit Ei, Schinken und Pistazien
dazu Kartoffelgemüse und Sauce


Sonntag, 5. Februar 2012

Oma Ute's classic

Bratwurst mit Pü und Apfelmus
Jede Familie hat ihre Klassiker, die seit Jahren gekocht werden und meistens jedes Familienmitglied glücklich machen. Bei mir sind es unter anderem Bratwürstchen mit Kartoffelpüree und Apfelmus, wie es meine Oma Ute immer für mich kochte, wenn ich aus der Schule kam. Das ist ein Essen, welches die Engländer als comforting food bezeichnen - also ein Essen zum Wohlfühlen. Für mich hängen viele Erinnerungen damit zusammen. 
Meine Oma stammte aus der Gegend um Bonn, also aus Nordrhein-Westfalen. Die westfälische und rheinische Küchen sind bekannt dafür deftig und süß zu mischen, wie z.B. Sauerbraten mit Pumpernickel-Rosinensauce, die mit Rübensirup und Lebkuchen gewürzt wird. Also ist dieses Gericht ganz typisch für die Region.
Ich habe es aber ein bißchen überarbeitet, so dass es moderner und peppiger ist. So habe ich die Bratensauce weggelassen, wie sie bei meiner Oma üblich war, aber wer gerne noch eine Sauce dazu haben möchte, schaut bitte ans Ende des Rezepts. Meine Variante ist deutlich schärfer als bei meiner Oma, aber ich denke, auch mit dieser Variante wäre sie einverstanden.

Zutaten für 2 Personen
2-4 grobe, frische Bratwürste
Butterschmalz, Margarine oder Öl (Oma hätte Margarine genommen)
etwas Mehl
600 gr Kartoffeln (am besten mehllig kochende)
1 El Butter
ca 100 ml Milch
Salz, Muskatnuss
4-5 Äpfel, säuerlich
Saft einer halben Zitrone
1 rote Thai-Chilli
Ingwer (ca. Daumendick und 5 cm lang)
2 TL Lebkuchengewürz (oder nur Zimt)
1 TL Honig

Alle Kochschritte laufen gleichzeitig ab, dann ist alles gleichzeitig fertig!
  1. Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden, mit Wasser und etwas Salz weich kochen und abgießen. Milch erhitzen, heiße Milch zu den Kartoffelstücken gießen und mit dem guten alten Stampfer zerstampfen. Butter, Salz und reichlich Muskatnuss dazugeben. Warm stellen!
  2. Äpfel schälen und entkernen, in Spalten schneiden, Ingwer schälen und mit einer Reibe über die Äpfel reiben, Chili klein schneiden (wer mag, entfernt die Kerne), Lebkuchengewürz, Zitronensaft und Honig dazu und alles vermischen, entweder in der Mikrowelle oder auf dem Herd solange kochen bis die Äpfel zerfallen. Dauert ca. 10 min.
  3. Bratwürste in einer Schale mit kochendem Wasser mehrere Minuten überbrühen. Omas Tipp! Dann bleibt die Bratwurst beim Braten saftiger und platzt nicht, übrigens auch fürs Grillen gut geeignet. Würste aus dem Wasser nehmen, trocken tupfen und in etwas Mehl wenden und dann im heißen Fett kross braten.
Omas Saucen-Tipp:
Meine Oma hat den Bratensatz aus der Pfanne immer noch mit Wasser abgelöscht und zu einer Sauce gekocht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das ganze auch sehr lecker schmeckt, wenn man anstatt Wasser etwas Apfelsaft und Apfelessig oder einen Apfelwein nimmt und kalte Butterflocken unterrührt.

Und noch ein Tipp von Oma:
Meine Oma stammte aus einer Zeit, in der nichts weggeworfen und alles irgendwie doch noch verwertet wurde. Wenn man sich anschaut, wie viele Lebensmittel im Müll landen, finde ich, sollte man so manches aus Omas Zeit wieder aufleben lassen. 
So eigenet sich dieses Gericht gut dazu, Äpfel zu verarbeiten, die einige Druckstellen haben oder schon länger liegen und daher nicht mehr knackig sind. Solche Äpfel sind nicht mehr Güteklasse 1 super A, aber geschält und gekocht  sind sie ohne weiteres noch essbar und gehören keinesfalls in den Müll.

Samstag, 20. August 2011

Gemüse-Schnitzel-Pfanne

Ein leckeres, farbenfrohes Gericht mit viel Gemüse! 
Inspiriert für dieses Gericht haben mich wiedermal die "Gewichtbeobachter". ;-)

Ich habe es an einigen Stellen etwas abgeändert. Auch hier verzichte ich auf die Angabe der Punkte, aber glaubt mir, diese Pfanne ist (trotz) Schweinefleisch fettarm und ist sehr sättigend. 

Zutaten für 2-3 Personen

400-500gr Schnitzel

1 große Zwiebel

1 Knoblauchzehe

250gr Brokkoliröschen (TK oder frisch)

400gr Kartoffeln

2 rote Paprika
4 EL Maiskörner aus der Dose
2 TL Olivenöl
300 ml Gemüsebrühe
1-2 TL Speisestärke oder Biobin (bio-Saucenbinder)
Salz, Pfeffer, 3 TL Paprikapulver edelsüß

Alternativzutat:
Wer lieber auf das Schweinefleisch verzichten möchte, kann stattdessen noch fettärmeres Hähnbrustfleisch verwenden. Auch sehr lecker!
  1. Schnitzel in Streifen schneiden, Zwiebel würfeln, Knoblauch in Scheiben schneiden
  2. Kartoffeln schälen und in größere Würfel schneiden, Paprika von den Kernen befreien und in Stücke schneiden
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen, zuerst die Schnitzelsteifen von allen Seiten anbraten, dann Zwiebel, Knoblauch und Kartoffelwürfel dazugeben, mit Paprikapulver bestreuen und kurz anbraten, alles dann mit der Gemüserühe ablöschen
  4. Brokkoli dazugeben; TK-Brokkoli kann gefroren dazugegeben werden, er braucht dann ca 5 Minuten länger, um noch aufzutauen
  5. wenn ihr frischen Brokkoli verwendet, dann können die Röschen zusammen mit der Paprika in die Pfanne gegeben werden
  6. alles mit geschlossenem Deckel ca. 10 min garen, bis das Gemüse gar ist
  7. Maiskörner dazugeben
  8. Pfanneninhalt etwas beiseite schieben, so dass die Stärke in der Brühe klumpenfrei verrührt werden kann, dann alles wieder gut vermischen und kurz aufkochen lassen, so dass die Stärke abbindet
  9. evtl. noch mit Salz und Pfeffer würzen
Guten Appetit!