Montag, 2. April 2012

Gnocchi tricolore

Gnocchi mit Kirschtomaten, Rucola und Pinienkernen
Mit fertigen Gnocchi (ausgesprochen: Njocki) ist dieses farbenfrohe Gericht schnell gemacht. Am längsten dauert es, das Wasser für die Gnocchi zum Kochen zu bringen. Versprochen!
Pinienkerne sind recht teuer, aber schmecken nach Italienurlaub und sind somit genau richtig für dieses Rezept. Alternativ kann man auch Cashew-Kerne verwenden.
Eine Variante dieses Gerichts ist mit kleinen Mozzarellakugeln, die in den letzten Minuten in die Pfanne gegeben werden, so dass sie sich erhitzen aber nicht vollständig schmelzen.

Zutaten für 3-4 Personen
500 gr Gnocchi (Fertigprodukt aus dem Kühlregal)
500 gr Kirschtomaten
80-100 gr Rucola
2 EL Pinienkerne
2 Knoblauchzehen
1-2 TL Olivenöl
2 TL Kräuter der Provence
Salz & Pfeffer
ca. 30 gr Parmesan, gerieben oder gehobelt (siehe Tipp unten!)

  1. Pinienkerne in einer Pfanne fettfrei goldbraun anrösten und beiseite stellen
  2. Kirschtomaten waschen, von Stielen befreien und mit einer Gabel oder einem Messer ein Mal anpieksen
  3. Rucola waschen und beiseite legen
  4. Knobi schälen und in kleine Würfel schneiden
  5. die Pfanne mit dem Olivenöl erhitzen, die Kirschtomaten, die Knobi-Würfel und die Kräuter der Provence hineingeben und bei mittlerer Hitze dünsten (d.h. alles wird weich aber nicht braun!)
  6. gleichzeitig Wasser zum Kochen bringen und reichlich salzen, die Gnocchi hineingeben und in 2 Minuten sind sie fertig. Sobald die Gnocchi an der Oberfläche schwimmen, werden sie mit einer Schaumkelle aus dem Topf gefischt und gleich in die heiße Tomatenpfanne gegeben, alles mit etwas Kochwasser (ca. 1/2 Tasse) durchrühren oder schwenken, alles max. 5 Minuten köcheln lassen (jetzt wäre auch der Moment für die Mozzarellakugeln!), dann den Herd ausstellen
  7. den Rucola in die Pfanne geben und unterheben, die restliche Hitze sorgt dafür, dass er in Sekunden weich ist
  8. zum Schluss den Parmesan und die Pinienkerne über die Pfanne streuen und servieren. Wer lieber auf Tellern servieren möchte, verteilt zuerst die Gnocchi-Tomaten-Rucola-Mischung auf die Teller und streut dann über jeden Teller den Parmesan und die Pinienkerne
Parmesanhobel selbstgemacht:
Man kann für teueres Geld gehobelten Parmesan fertig kaufen, aber mit einem kleinen Trick macht ihr die Hobel ganz schnell selbst:
Man nimmt einen Sparschäler (der für Kartoffeln oder Möhren) und schält kleine Späne von einem Stück Parmesan. Der Vorteil ist, neben dem gesparten Geld, dass man von einem Stück Parmesan richtig lange etwas hat und dass ein Stück Parmesan länger frisch ist als fertig geriebener.

Samstag, 10. März 2012

Gemüse-Curry mit Kokos

Bunte Gemüsevielfalt
Dieses thailändisch inspirierte Rezept ist eine wirkliche Eigenkreation. Dies Mal stand keine Zeitschrift Pate für das Rezept, wie es in den letzten Rezepten der Fall war.
Ich habe die Gemüsesorten auf dem Foto verwendet, darunter Süßkartoffeln, Kürbis und Zuckerschoten. Aber es ist eigentlich ganz egal, welche Gemüsesorten ihr verwendet, es sollte möglichst bunt sein. Besonders sättigend wird es, wenn ihr ein stärkehaltiges Gemüse wie Kartoffeln wählt. Aber das ist kein Muss! Denkbar wären viele Gemüsesorten aber auch Obstsorten, wie z.B. Banane oder Mango. Etwas Grünes sollte für's Auge mit dabei sein. Das können Erbsen, Brokkoli oder auch  Blattgemüse wie Spinat oder Chinakohsein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Wer das Curry lieber mit Fleisch oder Fisch haben möchte, kann das Rezept um Hühnerbrustfilet, Schweinefleisch oder Garnelen erweitern.
Ihr seht alles is(s)t möglich.
Bei mir gab es dazu Basmatireis. Für eine Anleitung zum Reiskochen ohne Kochbeutel schaut in das Kichererbsen-Auberginen-Curry-Rezept.


das Ergebnis: Gemüse-Curry
Zutaten für 4 Personen
1 Hokaido-Kürbis (600-800 gr mit Kernen und Stiel)
2 Süßkartoffeln (150-200gr)
2 Kartoffeln, mittelgroß
3 Möhren
1/2 Knollensellerie (ca. 200gr)
150 gr Zuckerschoten
Ingwer, ca. 5 cm langes, daumendickes Stück
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
2 TL ÖL
1-2 El rote Currypaste
Saft einer 1/2  Zitrone
Sojasauce (hell) oder Salz
200 ml Wasser
1 Dose Kokosmilch, ungesüßt (400 ml)
  1. Kürbis waschen, Kerne entfernen, Stiel und Boden abschneiden, Hokaido muss nicht geschält werden, in Würfel schneiden, in einer Schale beiseite stellen
  2. Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Süßkartoffeln schälen und würfeln, in einer Schale beseite stellen
  3. Zuckenschoten waschen, wenn nötig etwas putzen
  4. Ingwer, Knobi und Zwiebel schälen und fein würfeln
  5. Öl erhitzen, Ingwer-, Knobi- und Zwiebelwürfel anbraten, wenn sie leicht braun sind, die Currypaste hinzugeben und kurz mit anbraten
  6. alles Gemüse bis auf die Zuckerschoten dazugeben und kurz mit anbraten, danach mit Wasser ablöschen und zugedeckt für ca 20 Min köcheln lassen, gelegentlich umrühren
  7. Zuckerschoten und Kokosmilch dazugeben, für weitere 10 Min köcheln lassen
  8. vor dem Servieren  mit Sojasauce oder Salz abschmecken und den Zitronensaft dazugeben
Fertig und guten Appetit!

Dienstag, 6. März 2012

Nudeln mit Lachs-Frischkäsesauce

Grüne Bandnudeln mit Lachs-Frischkäsesauce
Ich habe hier grüne Bandnudeln verwendet. Das ganz klappt natürlich mit jeder Art von Nudeln. Ich wählte grüne Bandnudeln, weil sie immer sehr eindrucksvoll aussehen und das Rosa vom Lachs dann besser zur Geltung kommt. Das Auge isst ja bekanntlich mit!
Dies ist ein super schnelles Blitzgericht. Der Lachs muss aufgetaut sein. Dann benötigt man nur 15 Minuten inklusive Nudeln kochen.


Zutaten für 2 Personen
200 gr Nudeln
250 gr Lachsfilet (TK)
1/2 Zitrone
1 TL ÖL
100 ml Weißwein, trocken
100 ml Gemüsebrühe (Instant)
150 gr Frischkäse mit Kräutern oder wahlweise auch ohne Kräuter
1-2 TL Saucenbinder, hell
Salz, Pfeffer
1 EL Petersilie (TK)
1 EL Dill (TK)
  1. Nudeln nach Packungsangabe kochen
  2. Lachsfilets in Würfel schneiden (2x2 cm), auf einem Teller mit Zitrone beträufeln und mit Salz besträuen
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen, Lachswürfel auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und dann im heißen Öl von allen Seiten anbraten
  4. mit dem Weißwein ablöschen, die Gemüsebrühe hinzugießen und alles ca 5 Min ohne Deckel garen
  5. den Frischkäse und die Kräuer einrühren. Wenn alles aufgelöst ist, den Saucenbinder gut einrühren, dass es keine Klümpchen gibt.
  6. Nudeln und Sauce in einer Schale oder im Topf mischen. Fertig!
Guten Appetit!

Sonntag, 4. März 2012

eine Apfel-Selleriesuppe - zwei Versionen

im Hintergrund Apfel-Selleriesuppe,
im Vordergund die gleiche Suppe mit Curry
Dieses Suppenrezept habe ich in einer Kochzeitschrift entdeckt. Das Rezept in der Zeitschrift ist die Variante mit Curry. Beim Lesen des Rezepts kam mir die Idee, dass die Suppe erstens noch besser schmecken müsste, wenn man das Rezept mit Sellerie verfeinert und zweitens dass die Suppe auch ohne Curry ganz lecker sein müsste. So habe ich mich gleich an 2 Töpfe gestellt, um ein Rezept in zwei Varianten zu kochen, und in ca. 20 Min hatte ich zwei leckere und ganz unterschiedliche Suppen. Beide Suppen schmecken so unterschiedlich, dass ich mich für keine entscheiden kann. Beide Varianten sind super! 
Entscheidet am besten selbst!

Basisrezept für 4 Personen
6 Äpfel
2 l Gemüsebrühe aus Instantpulver
150 ml Sahne
250 ml Weißwein, trocken
4 Kartoffeln, mittelgroß
200 gr Knollensellerie (ca. 1/2 Knolle)
1 Bund Frühlingszwiebeln (ca. 5-6)
Salz, Pfeffer
1 TL Öl
Wer keinen Wein verwenden möchte, kann ihn auch komplett weglassen und ein paar Spritzer Zitrone in die Gemüsebrühe geben.
  1. Äpfel waschen, achteln und entkernen. Kartoffeln und Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Frühlingszweibeln waschen, das weiße Ende in grobe Stücke schneiden, das grüne Ende in feine Ringe schneiden und beiseite stellen (Tipp am Rande: besonders feine Ringe bekommt ihr, wenn ihr anstatt eines Messers das Grün der Frühlingszwiebeln mit einer Schere schneidet. Klappt im Übrigen auch mit Schnittlauch!)
  2. Öl in einem Topf erhitzen. Äpfel-, Kartoffel-, Sellerie- und Zwiebelstücke im heißen Öl anbraten, so dass sie etwas Farbe bekommen.
  3. Mit Weißwein ablöschen, danach mit der Gemüsebrühe auffüllen und 15-20 min köcheln lassen (die Länge der Garzeit hängt davon ab, wie groß die Kartoffel- und Selleriestücke sind. Je kleiner desto schneller sind sie gar!)
  4. Wenn alles weich ist, dann den Topf vom Herd nehmen und mit einem Pürrierstab pürrieren, bis keine Stückchen mehr zu erkennen sind.
  5. Jetzt die Sahne und das Frühlingszwiebelgrün dazugeben und kurz erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.
Fertig!

Für die Curry Variante verwendet man die gleichen Zutaten, auch die Zubereitung ist fast identisch, außer dass man in Schritt 2 beim Anbraten des Gemüses und der Äpfel 1 EL Currypaste hinzugibt und diese kurz mit anbrät, bevor man alles mit dem Weißwein ablöscht.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Rindersteak mit Potato-Wedges und Knobi-Brot

Steaks in der Grillpfanne
Auch wenn die Anzahl der vegetarischen Gerichte den Anschein erweckt, ich sei Vegetarierin, dem entgegne ich nur, dass es eben nur ein Anschein ist.
Ich esse liebend gerne Gemüse, aber manchmal muss Fleisch sein. Vor kurzem war es mal wieder so weit: ein Steak musste her!
Deshalb möchte ich Euch eine Anleitung für ein gelungenes Steak und lecker, selbstgemachte Beilagen geben.


Steak mit selbstgemachten Potato-Wedges
und selbstgemachtem Knobi-Brot
Beim Braten von Steaks kann einiges schief gehen, das weiß ich nur zu gut. Für die meisten von uns soll ein Steak zart rosa und saftig sein, aber nicht zu rot und roh in der Mitte. Oft genug ist es außen schwarz verbrannt und innen entweder immer noch roh oder völlig durch gebraten und trocken. Lasst Euch gesagt sein, das braucht Übung und klappt nicht immer gleich gut, denn es kommt nicht nur auf den Koch an sondern auch auf das Fleischstück.
Für Steaks eignen sich gut Scheiben vom Filet, dem Rücken (das Roastbeef), aus der Hüfte (das sogenannte Hüft- oder Huftsteak) oder aus den hohen Rippe. Die einzelnen Bezeichnungen wie Rumpsteak, Serloin, Porthouse, Rib-Eye oder das berühmte T-Bone richten sich nach der Schnittweise, dem Gewicht und der Herkunft (welches Teil vom Rind).
Ich habe dies Mal Scheiben aus der hohen Rippe verwendet. Dieses Stück Fleisch hat mehr Fett und ist durchwachsener als andere Fleischstücke, wie z.B. Huftsteak oder Filet, aber da Fett Geschmacksträger und -Bringer ist und vor dem Austrocknen schützt, sind Steaks aus der hohen Rippe immer sehr saftig und geschmacksintensiv.
Nun zum Braten: Ich habe eine Grillpfanne verwendet, denkbar wären aber natürlich auch andere Pfannen. Wichtig ist, dass die Pfanne und das Fett (Butterschmalz oder Öl) richtig heiß sind. Heißes Öl erkennt man daran, dass es etwas flüssiger wird und Schlieren in der Pfanne macht, wenn man es bewegt.
Ich würze Steaks nie, bevor ich sie brate, weil die Gewürze nur verbrennen und die Gewürze später nicht mehr schmecken. Auch andere Gewürze als Salz und Pfeffer verwende ich bei Steaks nicht. Aber über das Wann und Was des Würzens gibt viele unterschiedliche Meinungen. Da soll jeder das machen, wie es ihm beliebt.
Die Garzeiten und -Stufen hängen davon ab, wie dick das Fleisch ist, daher sind die Minutenangaben nur grobe Richtwerte. Es ist keine Schande, das Fleisch an der dicksten Stelle für einen Test durchzuschneiden. Schließlich sind wir keine Profis und in keinem Restaurant. Wichtig ist nur, dass die Schnittstellen danach kurz in die heiße Pfanne gepresst werden, um zu verhindern, dass weiter Fleischsaft austritt.
  1. Das Steak (ca 2 cm dick) in die heiße Pfanne geben und bei starker Hitze 2 Min von einer Seite anbraten.
  2. Dann wenden und weitere 3 Min braten. Jetzt entspräche das der Garstufe "blau oder raw" als noch fast roh innen!
  3. Die Hitze jetzt reduzieren und auf der 2. Seite weitere 2 Minuten braten. Jetzt müsste das Steak innen rosa sein, als "medium".
  4. Nach nochmaligem Wenden und weiteren 2 Min ist das Steak durchgebraten, d.h. "well done".
  5. Wenn das Fleisch aus der Pfanne kommt, sollte das Fleisch kurz ruhen (d.h. ca. 3-5 Min) und kann während des Ruhens mit Salz und Pfeffer gewürzt werden.
Potato-Wedges für 2 Personen
5 Kartoffeln, mittelgroß
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz,
Paprikapulver, edelsüß oder scharf
Kräuter der Provence

Hierzu schmeckt Sour Creme hervorragend und diese darf auch gerne aus dem Kühlregal des Supermarkts kommen. Schließlich ist der Rest selbst gemacht.
  1. Kartoffeln gut waschen (nicht schälen), halbieren oder vierteln und in eine Auflaufform legen
  2. Knobi schälen, in Scheiben schneiden und über die Kartoffeln geben
  3. die Kartoffeln mit den Gewürzen bestreuen und mit Olivenöl beträufeln
  4. die Aufflaufform für ca. 25 Min bei 180°C Umluft in den Ofen stellen (oder in einer Kombi-Mikrowell: 10-15 Min bei 600 Watt zusätzlich zur Umluft), fertig sind die Kartoffeln, wenn sie innen weich und außen knupsrig sind, d.h. immer mal wieder eine Garprobe machen!
Knobi-Brot
Weißbrotscheiben (Brötchen, Baguette oder Ciabatta)
Olivenöl
1-2 Knobi-Zehe
  1. Weißbrotscheiben in einer Pfanne im heißen Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten und danach auf Küchenpapier abtropfen und auskühlen lassen
  2. die Knobi-Zehe schälen und halbieren, die gerösteten Brotscheiben mit der Knobi-Zehe einreiben. Fertig!

Montag, 27. Februar 2012

Apfel-Hafer-Honig Muffins

Apple-Honey-Oat-Muffins
 Inspiriert hat mich für diese Muffinkreation ein Rezept für Kürbismuffins in einer Kochzeitschrift. Da ich weder Kürbis noch Rosinen noch andere geforderte Zutaten zuhause hatte, wandelte ich das Rezept einfach um, und das ist daraus geworden.

Zutaten für 12 Muffins
12 Papierförmchen
200 gr Äpfel (geschält, entkernt, klein geschnitten)
Zitronensaft
150 gr kernige Vollkorn-Haferflocken 
100 gr Vollkornweizenmehl
150-200 gr Honig, flüssig (je nachdem wie süß es sein soll)
70 ml Milch
2 Eier
2 EL Pflanzenöl
70 gr gehackte Walnüsse
2 TL Backpulver
1 1/2 TL Zimtpulver
1 TL Ingwerpulver
1/4 TL Muskatnuss (Pulver oder frisch)

Alternativzutaten:
Ihr könnt anstatt Honig auch 90-100gr Zucker verwenden. Anstelle von Vollkornflocken oder -Mehl kann man natürlich auch normale "nicht-Vollkorn" Produkte verwenden.
Wer mag, kann noch 80 gr Rosinen dazugeben.

Ofen auf 170°C Umluft vorheizen, Backzeit ca. 25-30 Minuten.


  1. die klein geschnittenen Äpfel in einer Schale mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit dem Honig vermischen
  2. in einer großen Schüssel Apfelstücke, Haferflocken, Milch, Eier und Öl verrühren
  3. Mehl in einer weiteren Schüssel abwiegen, mit dem Backpulver und den Gewürzen mischen und zur Apfel-Haferflocken-Milch etc Mischung geben, alles weiter verrühren
  4. die gehackten Walnüsse dazugeben (Falls ihr Rosinen verwendet, kommen die jetzt dazu!)
  5. Papierförmchen in die Muffinformen setzen, den Teig in die Formen gießen, so dass die Papierförmchen nicht überlaufen
  6. Muffinblech in den vorgeheizten Ofen stellen, solange backen bis die Muffins glänzend braun sind (ca. 25-30 Minuten)

Sonntag, 5. Februar 2012

Oma Ute's classic

Bratwurst mit Pü und Apfelmus
Jede Familie hat ihre Klassiker, die seit Jahren gekocht werden und meistens jedes Familienmitglied glücklich machen. Bei mir sind es unter anderem Bratwürstchen mit Kartoffelpüree und Apfelmus, wie es meine Oma Ute immer für mich kochte, wenn ich aus der Schule kam. Das ist ein Essen, welches die Engländer als comforting food bezeichnen - also ein Essen zum Wohlfühlen. Für mich hängen viele Erinnerungen damit zusammen. 
Meine Oma stammte aus der Gegend um Bonn, also aus Nordrhein-Westfalen. Die westfälische und rheinische Küchen sind bekannt dafür deftig und süß zu mischen, wie z.B. Sauerbraten mit Pumpernickel-Rosinensauce, die mit Rübensirup und Lebkuchen gewürzt wird. Also ist dieses Gericht ganz typisch für die Region.
Ich habe es aber ein bißchen überarbeitet, so dass es moderner und peppiger ist. So habe ich die Bratensauce weggelassen, wie sie bei meiner Oma üblich war, aber wer gerne noch eine Sauce dazu haben möchte, schaut bitte ans Ende des Rezepts. Meine Variante ist deutlich schärfer als bei meiner Oma, aber ich denke, auch mit dieser Variante wäre sie einverstanden.

Zutaten für 2 Personen
2-4 grobe, frische Bratwürste
Butterschmalz, Margarine oder Öl (Oma hätte Margarine genommen)
etwas Mehl
600 gr Kartoffeln (am besten mehllig kochende)
1 El Butter
ca 100 ml Milch
Salz, Muskatnuss
4-5 Äpfel, säuerlich
Saft einer halben Zitrone
1 rote Thai-Chilli
Ingwer (ca. Daumendick und 5 cm lang)
2 TL Lebkuchengewürz (oder nur Zimt)
1 TL Honig

Alle Kochschritte laufen gleichzeitig ab, dann ist alles gleichzeitig fertig!
  1. Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden, mit Wasser und etwas Salz weich kochen und abgießen. Milch erhitzen, heiße Milch zu den Kartoffelstücken gießen und mit dem guten alten Stampfer zerstampfen. Butter, Salz und reichlich Muskatnuss dazugeben. Warm stellen!
  2. Äpfel schälen und entkernen, in Spalten schneiden, Ingwer schälen und mit einer Reibe über die Äpfel reiben, Chili klein schneiden (wer mag, entfernt die Kerne), Lebkuchengewürz, Zitronensaft und Honig dazu und alles vermischen, entweder in der Mikrowelle oder auf dem Herd solange kochen bis die Äpfel zerfallen. Dauert ca. 10 min.
  3. Bratwürste in einer Schale mit kochendem Wasser mehrere Minuten überbrühen. Omas Tipp! Dann bleibt die Bratwurst beim Braten saftiger und platzt nicht, übrigens auch fürs Grillen gut geeignet. Würste aus dem Wasser nehmen, trocken tupfen und in etwas Mehl wenden und dann im heißen Fett kross braten.
Omas Saucen-Tipp:
Meine Oma hat den Bratensatz aus der Pfanne immer noch mit Wasser abgelöscht und zu einer Sauce gekocht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das ganze auch sehr lecker schmeckt, wenn man anstatt Wasser etwas Apfelsaft und Apfelessig oder einen Apfelwein nimmt und kalte Butterflocken unterrührt.

Und noch ein Tipp von Oma:
Meine Oma stammte aus einer Zeit, in der nichts weggeworfen und alles irgendwie doch noch verwertet wurde. Wenn man sich anschaut, wie viele Lebensmittel im Müll landen, finde ich, sollte man so manches aus Omas Zeit wieder aufleben lassen. 
So eigenet sich dieses Gericht gut dazu, Äpfel zu verarbeiten, die einige Druckstellen haben oder schon länger liegen und daher nicht mehr knackig sind. Solche Äpfel sind nicht mehr Güteklasse 1 super A, aber geschält und gekocht  sind sie ohne weiteres noch essbar und gehören keinesfalls in den Müll.